Michael Horn, München

Keine Zukunft ohne Wahrheit

Lesen Sie, warum es gut ist, sich einzumischen und die Informationen der Medien zu hinterfragen.



Michael Horn, geb. 1960, verh., 4 Kinder, ist Diplom Mathematiker. Er arbeitet im mittleren Management eines global agierenden Unternehmens für Kommunikationsnetze. Ehrenamtlich ist er in seiner kath. Gemeinde engagiert, als Pfarrgemeinderatsvorsitzender und bei der Durchführung von Glaubenskursen. Für seine Netzwerke erstellt er Faktenchecks und Analysen aus christlicher Sicht zu tagesaktuellen gesellschaftlichen Themen. www.zeitgeist-aktuell.de
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Unsere Zukunft sieht düster aus, aber das darf man nicht sagen, wie so vieles nicht in unserem Land. Diese unsichtbaren Maulkörbe der so genannten „Political Correctness“ müssen verschwinden, denn ohne ehrliche Analyse keine gute Lösung, ohne gute Lösung keine gute Zukunft. Nicht unbegründet sagt der Philosoph Norbert Bolz: „Das, was man Political Correctness nennt, ist die aktuelle Rhetorik des Antichristen.“
 
Sie glauben in einem Land zu leben, in dem Meinungsfreiheit herrscht? Weit gefehlt, denn nicht nur Politiker müssen ein schnelles Ende ihrer Karriere befürchten, auch Sie werden mit Verachtung gestraft, wenn
  •             Sie gegen höhere Sozialleistungen auf Pump sind, dann machen Sie sich der sozialen Kälte schuldig;
  • Sie sagen, dass 90% aller Untersuchungshäftlinge in Berliner Gefängnissen Muslime sind, dann sind sie ein Rassist;
  • Sie der Meinung sind, dass es kein Recht auf ein Kind gibt, aber jedes Kind ein Recht auf Vater und Mutter hat, dann sind sie homophob;
  • Sie noch das Wort „Muttersprache“ verwenden, dann sind sie nicht „genderkonform“;
  • Sie besorgt sind, weil in Österreich 50% der Muslime die Einführung islamischen Rechts wünschen, dann sind sie islamophob;
  • Sie die hohe Zahl von Ehescheidungen anprangern oder meinen, dass Kleinstkinder lieber bei Mama als in der Krippe wären, dann sind Sie frauenfeindlich.
 
Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Hinter einigen der Aussagen stehen Persönlichkeiten, die ihre berufliche und gesellschaftliche Stellung verloren. Für sie galt: „Keine Toleranz der Intoleranz“.
 
Ein Beispiel?
Eva Herman und ihre Aussagen zu Müttern, Kindern und Familie. Zuerst haben Thea Dorn und Alice Schwarzer sie aufs Nazi-Glatteis geführt. Und prompt ist sie bei dem Versuch zu erklären, dass Sie mit dieser Denke nichts am Hut hat, ausgerutscht. Ein einziges verfälschtes Zitat in allen Zeitungen hat genügt. Eva Herman verlor ihren Job. Der Springer-Verlag wurde 2009 für seine Lügen verurteilt. Er musste Schmerzensgeld zahlen und öffentlich klarstellen, dass er Hermans Äußerung verfälscht dargestellt hatte. Haben Sie jemals von dieser Klarstellung gehört?
 
Jüngster Fall:
Auch wenn die meisten der Thesen von Thilo Sarrazin klar belegt sind, haben Politiker und Medien ihn ganz schnell verurteilt – ob sie sein Buch überhaupt gelesen hatten? Man nagelte ihn auf das Juden-Gen fest und schwieg den Rest tot. Alle Umfragen zeigen, dass die große Mehrheit der Bevölkerung Sarrazins Meinung teilt. Noch nie war die Diskrepanz zwischen der veröffentlichten Meinung und der Bevölkerungsmeinung so groß. Prof. Norbert Bolz sagte am 5. 9. 2010 bei Anne Will über dieses Phänomen: „Nicht nur Migranten, auch die Politiker leben in einer Parallelgesellschaft.“ Auch Thilo Sarrazin verlor seinen Job.
 
Tatsachen, die wir nicht in der Zeitung lesen
Schlimm ist, dass von vielen politisch korrekten Politikern und Medien die Wahrheit verdreht und dadurch der Karren gegen die Wand gefahren wird. Norbert Bolz hat recht, wenn er von der „Rhetorik des Antichristen“ spricht. Denn der Diabolos, der Durcheinanderwerfer versucht zu verwirren und die Wahrheit zu verdrehen. Nur einige Beispiele, in welcher Situation wir uns befinden:
  • Weltweit übersteigt die Zahl der Abtreibungen pro Jahr die Anzahl aller Toten durch Herz-Kreislauf Erkrankungen, Hunger, Krebs und AIDS.
  • Das durch Geburtenmangel und Abtreibungen entstandene demografische Problem lässt sich durch Zuwanderung nicht mehr lösen. Eine Studie der Vereinten Nationen belegt, um das Verhältnis zwischen Erwerbsfähigen und Rentnern konstant zu halten, hätten wir seit 1995 jährlich (!) 3,4 Mio. neue Migranten gebraucht, was Prof. Dr. Höhn vom Statistischen Bundesamt als völlig unrealistisch bezeichnet.  
·         „Seit den achtziger Jahren nutzt die Zuwanderung mehr den Zuwanderern als den Deutschen. In den neunziger Jahren stieg die Zahl der Ausländer um 1,5 Mio., die Erwerbsquote nahm aber nur um 400.000 zu“, sagt der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. M. Miegel.
  • Etwa ein Drittel aller fünfjährigen Kinder in Deutschland haben einen Migrations­hintergrund. Studien belegen, bei einem Migrantenanteil von mehr als 40 Prozent in der Klasse sinken die Leistung erheblich. Das wird meistens verschwiegen, wenn das deutsche Schulsystem angeprangert wird.
·         Chancengleichheit will bildungsbenachteiligte Kinder fördern. Wenn das nicht ausreicht, muss man auch „oben stutzen“. So befürwortet Frau Spieß, Beraterin der Bundesregierung, den breiten Ausbau der Krippen­betreuung, denn: „Es würde zu mehr Ungleichheit kommen, wenn die gut ausgebildeten Mütter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.“
  • Frühkindliche Bildung ist oft vergeblich: „Gewisse Lernvorgänge kann man nicht vorziehen, denn das Langzeitgedächtnis beginnt erst mit 5-6 Jahren zu arbeiten“, sagt der Neurobiologe Prof. Dawirs. Eine aktuelle Studie in der Schweiz belegt: „Krippen­kinder sind längerfristig nicht besser in der Schule. Der Bildungshintergrund der Eltern ist viel entscheidender.“
  • Eltern, die ihr Grundschulkind noch nicht reif für den Sexualkundeunterricht finden,  werden in Deutschland mit Geldstrafen oder bis zu 40 Tagen Erzwingungshaft bestraft, während 10 % der muslimischen Töchter problemlos vom Schwimm­unterricht befreit werden.
  • Die „Sexuelle Befreiung“ endete in Bindungsunfähigkeit. Die Ehescheidungen/Jahr explodierten von 1970 bis 2000 um 400%! Welch ein Leid für über 1,5 Mio. betroffener Minderjähriger in nur 10 Jahren. Auf die Frage, welche Gesetze sie erlassen würden, wenn sie König oder Königin wären, nannten englische Zehnjährige an erster Stelle: Scheidungen verbieten.
  • Immer mehr Kinder wachsen mit nur einem Elternteil auf. In den allermeisten Fällen gelingt die Erziehung, aber die Untersuchungen des Schweizer Soziologen Matthias Christen stimmen nachdenklich. Denn aus vaterlosen Familien stammen
- 63 % der jugendlichen Selbstmörder;
- 71 % der schwangeren Teenager;
- 85 % aller jugendlichen Häftlinge;
- 71 % aller Schulabbrecher;
- 75 % aller Heranwachsenden in Drogenentzugszentren.
 
Gesamtziel und Einzelfall
Als Christ stecke ich hier in einem Dilemma. Mir macht es keine Freude auf diese Missstände hinzuweisen, weil ich weiß, dass ich Einzelne damit verletzen könnte. Aber wir müssen auch das Wohl der ganzen Gesellschaft im Auge haben. Zu jedem Gewalttäter gehört auch ein Opfer und unser Sozial- und Gesundheitsbudget verkraftet weder beliebig viel Familiennachzug, noch die für einen türkischen Arbeitnehmer in Deutschland kostenlose medizinische Versorgung seiner in der Türkei lebenden Frauen, Kinder und sogar Eltern. Mut zur Wahrheit kann auch bedeuten im Einzelfall Stopp zu sagen, zum Wohl der Allgemeinheit.
 
Persönliches Engagement hilft
Aber lokal, in meinem eigenen Umfeld geht es darum, meinem Nächsten zu helfen, denn jeder Einzelfall verdient Beachtung und Zuwendung. Konkret haben wir als Familie über mehrere Jahre eine geduldete Migrantenfamilie unterstützt, bis sie auf eigenen Beinen stehen konnte. Das war nicht einfach, kostete viel Kraft, Geld und Gebet, war aber eine wichtige Erfahrung.  
 
Mit Gott in die Zukunft
Demokratie erfordert Toleranz auch gegenüber Meinungen, die nicht dem gesellschaftlichen Trend, der politisch korrekten Meinung oder dem Zeitgeist entsprechen. Eine Gesellschaft, die Gott ausklammert, wird auch ihre Probleme ohne sein Eingreifen lösen müssen. Dann darf man aber auch nicht fragen: Warum lässt Gott das zu? Er hat uns den freien Willen gegeben, uns für ihn oder gegen ihn zu entscheiden. Ob wir es schaffen, die Tatsachen ehrlich zu benennen und dann unsere Zukunft aktiv nach Gottes Plänen zu gestalten? Ob wir christliches Denken noch zulassen? Dann wird Gottes Hilfe nicht ausbleiben.


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