Ortwin Schweitzer, Leinfelden-Echterdingen

Gottes Ordnung und Gender Mainstreaming

Selbstverständlich sollen Männer und Frauen gleiche Rechte haben und gleiche Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren. Wie Gleichstellungspolitik umgesetzt wird, zeigt dieser Artikel.



Ortwin Schweitzer, geb. 1937, verheiratet, Oberstudienrat i.R., studierte Neuphilologie und Theologie. Er unterrichtete am Gymnasium, ehe er 1971 in das Evang. Jugendwerk berufen wurde, wo er Schülerbibelkreise aufbaute. 1990 gründete er die Adoramus-Gemeinschaft und 1994 den Verein ?Kirche im Aufbruch?. Initiator des ?Wächterruf?-Gebetsnetzes und Autor mehrerer Bücher.
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Wortbedeutung
gender“ ist das englische Wort für „Geschlecht“, wenn es sich um „der-die-das“ handelt, ist also der Begriff für das grammatische Geschlecht. Übertragen auf den Menschen füllt sich der Begriff mehr und mehr mit der Bedeutung „Geschlechterrolle“. Rollen sind erlernt und damit auch veränderbar, schreibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Man achte auf den Unterton: Es geht um Veränderung, um das Umschreiben einer „Rolle“.
Mainstream“ heißt „Hauptstrom“. Mainstreaming ist also „etwas zum Hauptstrom machen“.
In den EU-Texten wird „gender mainstreaming“ daher mit „gleichstellungsorientierte Politik“, mit „Gleichstellungspolitik“ übersetzt.
 
Entstehung und Entfaltung
Es gibt Menschen, die fühlen sich im falschen Körper: Männer fühlen sich als Frau und Frauen als Mann. Um diese „Transsexualität“ begrifflich zu fassen, nannte man das biologische Geschlecht „sex“ und das empfundene Geschlecht „gender“. Man sagt, dass nicht das biologische Geschlecht über die Zugehörigkeit eines Menschen zum einen oder anderen Geschlecht entscheide, sondern die subjektive Empfindung des/der Betreffenden. Die aber werde ihm/ihr durch die Gesellschaft aufgezwungen. Man spricht deshalb von einem „sozialen Geschlecht“. So bedeutet „gender“ dann im nächsten Schritt eine aufgedrückte Geschlechterrolle, „Zwangsheterosexualität“. Diese Theorie wurde vor allem von radikalen Feministinnen wie Alice Schwarzer vertreten. Sie verteidigt die lesbische Liebe als „Neue Zärtlichkeit“ und wendet sich gegen das „Männermonopol auf Frauenliebe und -sexualität“. Hausfrauen und Mütter nennt sie „Sklavinnen“ oder „Gefangene eines feudalistischen Systems“.
Das Stichwort „Zwangsheterosexualität“ als sozial bedingte Geschlechterrolle wurde natürlich sofort von denen übernommen, die Homosexualität grundsätzlich als alternative Form der Sexualität propagieren.
 
Prägung und Gefühl                                                 
Der Gender-Begriff speist sich also aus zwei Quellen: Dem Feminismus und der Homosexuellenbewegung. Der radikale Feminismus greift den Mann, das „Patriarchat“ an, es geht um Gleichstellung der Frau mit dem Mann; die Homobewegung greift die Heterosexualität an, es geht um Gleichbehandlung. Beide argumentieren soziologisch, d.h. von der gesellschaftlichen Prägung „der anderen“ her. Und diese Prägung sei falsch, sagen sie. Sie gehe von der Biologie aus und da sei die Unterscheidung von Junge oder Mädchen bei der Geburt Fakt, aber so zufällig wie es eine Einteilung nach Geburtsgewicht wäre. „Man kommt nicht als Frau, als Mann zur Welt, sondern man wird es“. Wesentlich für das Geschlecht sei, wie sich ein Mensch nachher fühle, ob er als Mann oder Frau leben wolle.
 
Eine Rutschbahn
Die Debatte um den Begriff „Gender“ ist einem Weg vergleichbar, der von berechtigten Anliegen der Gleichstellung von Frauen mit den Männern ausgehend über spezielle Maßnahmen für Frauen als Gender Mainstreaming-Programm ressortübergreifend in die Arbeit aller Bundesministerien einfließen soll und bis hin zu der Gender-Perspektive führt, dass das biologische Geschlecht zufällig sei und veränderbar durch gesellschaftliche Beeinflussung.
 
Die Debatte ist vergleichbar einer Rutschbahn, deren Ziel die Aufhebung der biologischen Geschlechtsunterschiede ist. Aber nicht jeder, der „gender“ sagt, meint das! Viele wissen nicht einmal von der ideologischen „hidden agenda“, den verborgenen Zielen der Gender-Ideologien. Man muss deshalb darauf achten, an welcher Stelle der „Rutsche“ sich die Gesprächspartner befinden, mit denen man es gerade zu tun hat. Es sind Fragen zu stellen wie: „Was meinen Sie mit „gender“ genau?“ „Was ist Ihr Ziel?“ Denn Unklarheit gehört zur Methode. Das letzte Ziel der Gender-Betreiber ist: Einen neuen Menschen zu schaffen durch Zerstörung der traditionellen Geschlechtsrollen. Darum muss „sex“ ersetzt werden durch „gender“, das biologische Geschlecht durch das soziologische, das sich – angeblich – beliebig verändern lässt.
 
Wie sieht das in der Praxis aus?
Da die Abschaffung der Unterschiede zwischen Mann und Frau dem natürlichen Menschenverstand dermaßen entgegenläuft, kann eine Revolution von unten nach oben niemals stattfinden. Deshalb setzt die Gender-Strategie bei der Spitze der Organisationen an und arbeitet nach dem „Top-down“-Prinzip: Schlüsselpersonen werden geschult, sie suchen loyale Mitarbeiter und  diese formen Kadergruppen in der Organisation, die andere Meinungen zum Schweigen bringen und so die Organisation allmählich ideologisch durchdringen. Top-down kann bei hierarchischen Strukturen aber auch auf dem kurzen Weg der Dienstanweisung funktionieren.
Eine solche Organisation kann die UN, die EU oder eine nationale Regierung sein, es kann ein Betrieb, ein Kindergarten oder eine Landeskirche sein. Die Methode des „Top-down“ bewährt sich immer neu. Wie das z.B. in einer Verwaltung funktioniert, zeigt eine Verlautbarung des Berliner Senats:
 
Wie wird Gender Mainstreaming (GM) eingeführt?
Die Strategie von GM wird von allen Verwaltungen umgesetzt und ist als ein langfristiger Entwicklungs- und Veränderungsprozess zu betrachten. Die Einführung erfolgt Top-down d.h. die politische Spitze einer Organisation bekennt sich zur Einführung von GM und beschließt, wie die Prozesse gesteuert und evaluiert werden. GM wendet sich zunächst gezielt an Führungskräfte in Politik und Verwaltung und veranlasst diese, die eigenen, zuweilen auch traditionellen Vorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ zu hinterfragen und die eigene Führungsqualität im Sinn von Gender-Kompetenz zu verbessern“.
 
Dieser Text zeigt, wie gearbeitet wird. Diskutiert wird nicht! „Top-down“ bedeutet Befehlstruktur. Die viel zitierten demokratischen Prozesse finden genau hier nicht statt.
Geschlechterverhalten wird als „traditionell“ und verbesserungsbedürftig dargestellt. Also: Infragestellung der „Männlichkeit“ und Aufforderung zum Aufstand für die „Weiblichkeit“. Die „verbesserte Führungsqualität im Sinn von Gender-Kompetenz“ wird vermutlich in verunsicherten Männern bestehen und Frauen, die Führung einfordern dürfen und Chefs, die nicht mehr wissen, wie sie reagieren dürfen.
 
Gender Mainstreaming in der Politik
Seit Anfang der 90er Jahre verwendet die EU Gender Mainstreaming als Kriterium für die Vergabe von Mitteln des EU-Strukturfonds. Auf der Weltfrauenkonferenz von Peking wurde1995 eine „Aktionsplattform“ verabschiedet und von der Vollversammlung der Vereinten Nationen am 8.12.1995 angenommen (Resolution 50/42) – allerdings als eine unverbindliche Empfehlung an die Völker im Sinne der Gleichstellung von Mann und Frau).
Die EU machte diese allgemeine Empfehlung zur Gleichstellung alsbald verbindlich im „Amsterdamer Vertrag“ (1996) und verband „Gender-Perspektive“ dann auch mit der Bekämpfung von Diskriminierung von „sexueller Orientierung“ (Art. 12), also mit der Gleichbehandlung.
Die Bundesregierungen unter Gerhard Schröder und Angela Merkel setzten diese Linie fort. Konkret umgesetzt wurde es durch die Gründung des Gender Kompetenz Zentrums.[1] Die Gender-Politik ist in allen Ministerien verbindlich und wird kontrolliert d.h. sie ist in jeder Gesetzgebung enthalten, sie ist allgegenwärtig, auch wenn sie nicht überall wahrgenommen wird. Das Familienministerium hat die Verantwortung für die Umsetzung des Gender Mainstreaming übernommen. Öffentlich gemacht wird dieses Programm als Gleichstellungspolitik. Und wer könnte da etwas dagegen haben?
 
Ist es wirklich familienfreundlich,

wenn das Elterngeld nur voll bezahlt wird, wenn auch der Mann für zwei Monate aus seinem Beruf aussteigt, was oft kaum möglich ist? Nicht zufällig kam der Beifall für die Ministerin von Alice Schwarzer.

Wenn die Erziehungsarbeit von Müttern und Vätern, die ihre Kleinkinder lieber zu Hause erziehen und nicht nur irgendwie betreuen lassen  wollen, kaum wertgeschätzt wird? Wo bleibt hier die sonst immer geforderte Wahlfreiheit, Vielfalt der Lebensentwürfe und Toleranz?

 
So sehr die Mitverantwortung der jungen Väter an der Kleinkinderpflege zu begrüßen ist, und so sehr die Erweiterung des Kita[2]-Angebots gerade für berufstätige oder allein erziehende Eltern nötig ist – so sehr lässt sich aus der ursprünglichen Form der Gesetzesvorlagen eine deutliche Tendenz erkennen, die den Forderungen des Feminismus und des ideologischen Sozialismus entspricht: Auflösung der Geschlechterrollen und damit einhergehend Auflösung des Familienverbandes zugunsten staatlich organisierter Versorgung des Nachwuchses.
Jüngere Leserinnen und Leser bitte ich, an dieser Stelle nicht „auf die Palme zu gehen“, sondern nachzuprüfen, ob die aufgezeigte Analyse wirklich soo abwegig ist.
 
Gender Mainstreaming in der Pädagogik
Berlin ist das Land, das in Bezug auf GM die Vorreiterrolle unter den Bundesländern einnimmt. So heißt es in einer Verlautbarung des Berliner Senats:
 
Differente Lebensentwürfe von Mädchen und Jungen zu fördern setzt voraus, dass die gesellschaftliche Orientierung auf Zweigeschlechtlichkeit hinterfragt wird und damit die Möglichkeiten der Durchlässigkeit von Geschlechterpolarisierung aufgezeigt werden. Ein „Sowohl-als-auch“ wird favorisiert anstelle eines „Entweder-oder“. Eine theoriegeleitete Praxis der „pädagogischen Vielfalt“ ist als Konzept, das Differenzen wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit oder Handicaps ernst nimmt und anerkennt, handlungsbestimmend.      
 
Es gehört zur Methode von GM, unter vollkommen legitimen und von allen akzeptierten Erstbegriffen aufzutreten, dann aber den kopfnickend akzeptierten Begriff nachträglich mit einem neuen Inhalt zu füllen. Niemand wird widersprechen, wenn in der Schule die unterschiedlichen Bedürfnisse, Reaktionen etc. von Jungen und Mädchen miteinander erkannt und einander bewusst gemacht werden. Aber nein! Denn „differente (?was für ein Wort?) Lebensentwürfe von Mädchen und Jungen zu fördern setzt voraus“ – was wohl? Man höre und staune: „Dass die gesellschaftliche Orientierung auf Zweigeschlechtlichkeit hinterfragt wird und damit die Möglichkeiten der Durchlässigkeit von Geschlechterpolarisierung aufgezeigt werden.“
Der Lebensentwurf besteht für Jungen also darin, kein selbstbewusster Mann mehr zu werden und für Mädchen darin, keine selbstbewusste Frau zu werden, sondern verunsichert ins Leben zu gehen und eins zu wissen, dass man – sozial! – nicht sein darf, was man – biologisch! – eigentlich ganz klar ist.
 
Gewollte Gedankensprünge …
Jetzt heißt es plötzlich „Geschlecht“ und nicht mehr „Geschlechtlichkeit“; jetzt geht es also um „sex“ und nicht mehr um „gender“; entsprechend geht es auch nicht mehr um Gleichstellung oder Gleichberechtigung von Frau und Mann, sondern plötzlich und unvermerkt um Antidiskriminierung, Gleichbehandlung und Anerkennung der „Vielfalt“ der Lebensentwürfe. Das ist also die Strategie von GM: Erst Infragestellung der Geschlechterrollen, dann Auflösung der beiden Geschlechter, dann die totale sexuelle Freiheit des absoluten Ich – und das dann noch sozial von der Gesellschaft als normal „anerkannt“ zu bekommen. Das ist GM, dahin sollen Kinder für morgen erzogen werden! In München wurde das in den städtischen Schulen durch eine Plakataktion mit wechselnden Plakaten sichtbar gemacht.[3]
 
Die Anweisung für die Umsetzung im Unterricht in Berlin:
 
Dies erfordert die konsequente Einbindung folgender Aspekte in Unterricht und schulisches Miteinander:

Kontinuierliche Sensibilisierung für die Frage der Gleichberechtigung der Geschlechter,

Anstrengungen zur Beseitigung geschlechtsspezifischer Diskriminierungen sowie nachhaltige Bemühungen um eine vorbildliche Praxis in diesem Bereich zu entwickeln,

Bemühungen um eine geschlechterdemokratische Gesprächs- und Konfliktkultur in Unterricht und Kollegium.

Förderung der Akzeptanz der Vielfalt der Lebensformen.

Die Diskussion um die Gleichberechtigung der Geschlechter ist auch dazu zu nutzen, geschlechtsspezifische Aspekte in Unterricht und Erziehung bewusst aufzunehmen und einem diesbezüglichen „heimlichen Lehrplan“ (Orientierung an traditionellen Rollenklischees) entgegenzuwirken.                            

 
… und ein paar Gedanken dazu
  1. „Kontinuierlich“, „Anstrengungen“, „nachhaltig“, „Bemühungen“ – Eine permanente Geschlechterdebatte zur Meinungsprägung ist in allen Unterrichtsfeldern gewollt, eine Denkalternative soll es nicht geben: „Einem diesbezüglichen „heimlichen Lehrplan“ (Orientierung an traditionellen Rollenklischees) ist entgegenzuwirken“. So sieht das „Top-down-Prinzip“ also praktisch aus. Prof M. Bock, Mainz, bezeichnet das als „totalitäre Steigerung der Frauenpolitik“.
  2. Auch wenn im Unterricht nur von „gender“ gesprochen wird, wird doch dauernd von der „Akzeptanz der Vielfalt der Lebensformen“, mit anderen Worten, von den Schwulen, Lesben und Transsexuellen, die alle o.k. und nur Varianten des sozial bedingten „gender“ sind. Wir stehen wieder vor der Tatsache des Doppelgebrauchs von „gender“ als
    - Gleichstellung und Gleichwertigkeit und
    - Gleichbehandlung im Sinne von Antidiskriminierung.
Gender Mainstreaming im Rechtssystem,  in der Wirtschaft und der Kirche
Es wäre lohnend, den Auswirkungen der Gender-Perspektive auch im Rechtssystem, das dazu verändert werden soll, und in der Wirtschaft nachzuspüren, der es vor allem um die Eingliederung der Frauen in den Arbeitsprozess, aber nicht vorrangig um die Persönlichkeitsentwicklung der Menschen geht. Ebenso interessant ist die Umsetzung in der Kirche, wenn eine „Bibel in gerechter Sprache“ produziert wird, die alles in Frau und weiblich umschreibt. In allen Bereichen zeigt sich, wie selbstverständlich sich Genderdenken verbreitet.
 
Was ist zu beachten?
Es ist nicht einfach, ein gesellschaftliches Phänomen wie „Gender Mainstreaming“ ausreichend darzustellen und angemessen zu beurteilen. Das liegt zum Einen an den schillernden Erscheinungsformen – es sei an das Bild der Rutschbahn erinnert – zum Anderen an den eigenen Reaktionen auf die Gender-Themen, Thesen und die dahinter stehenden Theorien.
Der rigorose soziologische Absolutheitsanspruch von GM ist jedoch absurd, weil das Leben jedes Menschen Gestalt gewinnt aus den inneren Faktoren der Erbmasse und den äußeren Faktoren der Beeinflussung durch die Umwelt. Die Medizin weist auf immer neue Gebiete des biologischen Unterschieds zwischen männlich und weiblich hin: Vom unterschiedlichen Chromosomensatz bis zu unterschiedlichen Gehirnfunktionen bei Mann und Frau. Es gilt heute als überholt, Biologie und Umwelt gegeneinander zu stellen. Es geht ganz einfach um das richtige Miteinander.
Wer also den Gender-Wahnsinn nicht nachplappert, ist nicht „irrational“, „rückständig“, auch nicht „homophob“, sondern ganz einfach auf der Höhe heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis. Niemand muss sich deshalb gerade von denen, die immer die „Meinungsfreiheit und die Vielfalt der Lebensentwürfe“ betonen, in irgendeine Schublade schieben lassen!
 
Biblisch-theologische Aspekte
Dass wir in einer sich gefährlich zuspitzenden Zeit leben, sagen heute alle. Es ist der Zeitabschnitt, den die Bibel „Endzeit“ nennt. Zu dieser Zeit gehört gemäß der Evangelien und vieler biblischer Briefe die „Verführung“ als Kennzeichen. „Wehe der Welt der Verführungen wegen“, wird Jesus selbst zitiert.[4]
Verführungen gab es schon immer. Das Neue an den vorhergesagten „Zeichen der Zeit“ ist aber, dass sie seit dem letzten Jahrhundert alle weltweit auftreten. „Global“ ist eines der Stichworte unserer Zeit geworden. Das Besondere an der Gender-Perspektive ist, dass sie global Top-down daher kommt d.h. dass sie über UNO, EU nach Deutschland kam und nun vom Bundesministerium für Familien weiter in die anderen Ministerien und ihre Arbeit gepresst wird. Verführung besteht darin, dass jemand mit etwas Berechtigtem auftritt, es dann aber durch Verabsolutierung pervertiert und es zum Schluss nur noch durch Druck und Zwang durchsetzbar ist. So auch hier: Von der Gleichberechtigung bis zum Controlling in der Top-down-Struktur!
GM setzt um, was einer der Chefideologen der 68ger, Herbert Marcuse lehrte, dass eine Verwirrung der Geschlechter das beste Mittel sei zum Sturz einer korrupten Gesellschaft.Es ist daher völlig unbegreiflich, wie verantwortungsbewusste Regierungen GM als Mainstream übernehmen können. Der große englische Historiker Toynbee sagte einmal, dass Zivilisationen nicht von außen zerstört werden, sondern von innen d.h. dass sie sich selber zerstören. GM ist solch ein Bazillus der inneren Zerstörung unserer Kultur, falls man diese Linie weiter verfolgt.
 
Schlussfolgerungen
Es ist deshalb unsere Aufgabe als Christen, uns aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft zu beteiligen, nicht alles hinzunehmen. Wir sollten uns bewusst machen, dass die so forsch auftretende Minderheit derer, die Gottes Ordnung abschaffen wollen weit kleiner ist als die Minderheit der Christen in Deutschland. Sind wir bereit, für unsere Überzeugung einzutreten, im Gebet und auch öffentlich?
 
Weitere Literatur:
  • Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
  • Volker Zastrow: „Gender Mainstreaming“ Politische Geschlechtsumwandlung F.A.Z. 20.6.2006
  • Andreas Dippel, Der Gender-Wahnsinn in: Christliches Medienmagazin pro, Nr.3,2007
  • Haargenau – als Mann und Frau. Wie die Gender-Perspektive versucht, die Geschlechterpolarität umzubürsten.    Salzkorn Spezial, Heft 5-2006
  • Peter Marsch, Die Emanzipation – ein Irrtum. Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird.


[1] Siehe: Koalitionsvertrag, § 5

[2] Kindertagesstätten
[3] Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, www.muenchen.de/koordinierungsstelle
[4] Matthäusevangelium, Kapitel 18, Vers 7

 



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